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Warum Pragmatiker so erfolgreich sind

Wer Lösungen findet, ist erfolgreich. Pragmatisch veranlagte Menschen haben es einfacher, gute Lösungen zu finden. Weil sie sich auf die Suche machen. Und so immer einen Weg aus dem Irrgarten finden.

Ein Pragmatiker ist nicht zu verwechseln mit einem Praktiker. Ein Praktiker ist ein Mensch der Praxis, welche er in der Regel der Theorie vorzieht. Ein Pragmatiker ist jemand, der ziel- und lösungsorientiert denkt und handelt. Dabei kann ein Pragmatiker natürlich durchaus ein Praktiker sein und ein Praktiker ein Pragmatiker. Beide Eigenschaften müssen aber nicht unbedingt zusammentreffen.

Lösungen und Auswege finden

Ein Pragmatiker ist vor allem ziel- und lösungsorientiert. Dafür ist er bereit, einiges auf sich zu nehmen und trotz Unbequemlichkeit zu handeln. Zum Beispiel um neue und unbekannte Wege zu gehen. Oder Hindernisse zu überwinden. Beides ist auch immer mit Risiko und Gefahr verbunden. Er ist zudem wettbewerbsorientiert, extrovertiert und kommunikativ. Denn dieser Eigenschaften tragen dazu bei, gute und einvernehmliche Lösungen zu finden, die gerade in und von Gruppen gefordert werden. Was ihn wiederum zu einem guten Teamleader macht.

Um pragmatisch zu sein, müssen Sie vor allem anpassungsfähig und flexibel sein: Ein Kapitän, der mit seinem Schiff von Europa nach New York fährt, darf erstens sein Ziel nicht aus den Augen verlieren. Und muss sich zweitens aktuellen Gegebenheiten, wie dem Wetter, anpassen können und bei Bedarf seinen Kurs ändern. Situationsbedingte Strategieänderung ist das Zauberwort. Sonst kommt er niemals in New York an.

Sich auf unterschiedliche Situationen einstellen und sein Verhalten nach Bedarf anpassen zu können ist für die Zielerreichung vor allem in vier Bereichen wichtig: Kommunikation, zwischenmenschliche Beziehungen, Konfliktverhalten und die Schaffung von Win-Win-Situationen. Dabei sind die ersten drei Bereiche stark personenbezogen.

1. Kommunikation

Jeder Persönlichkeitstyp hat eine andere Art von Kommunikation. Mit einem dominanten, extrovertierten Vertriebler müssen Sie ganz anders sprechen als mit einer schüchternen, zurückhaltenden Buchhalterin. Wollen Sie Ihre Ziele erreichen und Ihr Team erfolgreich führen, müssen Sie diese Unterschiede berücksichtigen. Sonst gibt es im wahrsten Sinne des Wortes Kommunikationsschwierigkeiten.

2. Zwischenmenschliche Beziehungen

Ebenso haben unterschiedliche Persönlichkeitstypen unterschiedliche Auffassungen von zwischenmenschlichen Beziehungen: Der intuitive, eher ängstliche Mensch braucht viel Zeit und Verständnis, um Vertrauen aufbauen zu können, sich wohlzufühlen und zu „funktionieren“. Der sachliche Faktenmensch ist persönlich distanzierter und meidet zu enge, gefühlsmäßige Beziehungen, die ihn eher stören und belasten.

3. Konfliktverhalten

Um Ziele erreichen und Lösungen finden zu können, dürfen auch Konflikte nicht gescheut werden. Das bedeutet nicht, dass man immer nur Streit und Ärger sucht. Im Gegenteil. Konflikte sind vollkommen normal, sie müssen jedoch frühzeitig erkannt und einfühlsam geregelt werden. Ansonsten entsteht Chaos… Auch hier ist eine Anpassung an aktuelle Gegebenheiten notwendig.

4. Win-Win-Situationen schaffen können

Im Vordergrund sollte immer das Wohl aller Beteiligten stehen. Nur so lassen sich langfristig Ziele erreichen. „Was man mit Gewalt bekommt, kann man nur mit Gewalt behalten“, wusste schon Mahatma Gandhi. Das Wohl aller Beteiligten bedeutet natürlich nicht, dass jeder willkürlich seinen Willen durchsetzen kann. Sondern, dass man Win-Win-Situationen schafft, von denen jeder gern profitiert. Auch dazu muss vor allem ein Teamleader hohe situations- und personenbezogene Flexibilität an den Tag legen. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit machen das Leben paradoxerweise nicht schwieriger, sondern einfacher. Denn ein anpassungsfähiger Mensch leistet nicht ständigen Widerstand gegen Dinge, Situationen und Menschen, die er ohnehin nicht ändern kann. Vielmehr akzeptiert er sie, um das Beste draus zu machen.

Jeder, der ein höheres Ziel erreichen und dabei möglichst viele Menschen einbeziehen möchte oder muss, kommt am pragmatischen Denken und Handeln nicht vorbei. So gesehen ist Pragmatismus durchaus eine positive Charaktereigenschaft. Sie dürfen nur vor lauter Flexibilität nicht das eigentliche Ziel aus den Augen verlieren. Diese Gefahr besteht natürlich.

Die Neigung zu pragmatischem Denken und Handeln ist zu einem großen Teil angeboren. Denn eine wichtige Bedingung ist Zuversicht und eine positive Grundeinstellung. Negative Menschen glauben erst gar nicht, dass es eine Lösung für ihre Probleme gibt und sie ihre Ziele erreichen können. Daher suchen sie auch erst gar nicht nach Auswegen und fangen nicht an, pragmatisch zu denken und zu handeln. Was wiederum häufig zu negativen Gedanken und lähmenden Gefühlen, wie Ohnmacht, Angst und Selbstzweifeln führt. Ein Prozess, der sich selbst verstärkt. Die innere Einstellung macht, wie so häufig, den großen Unterschied. Und an seiner Einstellung kann jeder Mensch arbeiten. Auch Menschen mit einer negativen Grundhaltung können sich entwickeln. Sogar noch im fortgeschrittenen Alter.

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